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Wildtierschutz verstehen — gemeinsam und individuell lernen

Wildtierschutz, Politik und ethische Grundfragen
2025/09 Wildtierschutz

Wildtierschutz, Politik und ethische Grundfragen

Artenschutz ist selten nur eine technische Frage. Wer entscheidet, welche Art gerettet wird, wenn Ressourcen begrenzt sind? Wessen Interessen werden berücksichtigt? Das Programm nimmt diese Fragen ernst, ohne dabei ideologisch zu werden.

Nationale und internationale Schutzpolitik

Das EU-Habitat-Richtlinie-System, nationale Rote Listen und internationale Schutzabkommen bilden den Rahmen. Teilnehmende analysieren, wie Schutzstatus vergeben wird und welche wissenschaftlichen sowie politischen Prozesse dahinterstehen. Fallbeispiele umfassen unter anderem den Wolfsschutz in Deutschland und den Handel mit Meeresschildkröten.

Astronomie als Denkmodell für Langzeitperspektiven

Astronomie arbeitet mit Zeiträumen, die menschliche Planungshorizonte weit überschreiten. Dieses Denken in geologischen und kosmischen Zeitskalen ist auch im Artenschutz relevant, etwa beim Verständnis von Evolutionsprozessen oder beim Umgang mit invasiven Arten. Kurzfristige Maßnahmen wirken anders als langfristige Systemveränderungen.

Ethische Konfliktfelder

Darf eine invasive Art aktiv entfernt werden, wenn sie einheimische Arten verdrängt? Sollte Zuchtzucht in Gefangenschaft als Schutzmaßnahme gelten? Solche Fragen haben keine eindeutige Antwort. Das Programm stellt Methoden vor, mit denen ethische Argumente strukturiert bewertet werden können, ohne eine bestimmte Haltung vorzuschreiben.

Format und Zeitaufwand

Das Programm läuft vollständig online, umfasst acht Lerneinheiten und schließt mit einer schriftlichen Reflexionsarbeit ab. Wöchentlicher Zeitaufwand liegt bei etwa vier bis sechs Stunden.

Programmablauf

Themenstruktur

  1. Einheit 1: Grundlagen der Artenschutzpolitik in der EU
  2. Einheit 2: Rote Listen: Kriterien, Akteure, Kritik
  3. Einheit 3: Fallstudie Wolfsmanagement in Deutschland
  4. Einheit 4: Langzeitperspektiven: Astronomie, Evolution und Artenwandel
  5. Einheit 5: Invasive Arten: ökologische Fakten und ethische Abwägungen
  6. Einheit 6: Zucht in Gefangenschaft als Schutzstrategie
  7. Einheit 7: Internationale Abkommen und ihre Wirkungsgrenzen
  8. Einheit 8: Abschlussarbeit und Diskussion

Wildtierschutz braucht fundiertes Wissen

Artenschutz und ökologisches Gleichgewicht lassen sich nicht aus dem Bauch heraus gestalten. Dieses Programm vermittelt konkretes Handlungswissen — von Lebensraumbewertung bis zu rechtlichen Grundlagen. Auch Themen wie Astronomie finden Eingang, wenn es um nachtaktive Tiere und Lichtverschmutzung geht.

Seit 2014 aktive Bildungsarbeit im Wildtierschutz

Regionsspezifische Inhalte für alle Bundesländer

Gruppen- und Einzelformat je nach Lernziel

Lehrpfade mit messbaren Zwischenzielen